Blumendraht-Helix für das 2m-Band

Neben einer Menge über Helix-Antennen, gibt es bei John Coppens einen Rechner, der alle wesentlichen Maße einer solchen Antenne berechnet. Das nimmt uns schon mal das Denken ab, vielen Dank! Die Materialkosten nimmt uns die Gerümpelkammer ab. Denn wer braucht schon einen tragenden Mast? Meistens hat man eh keinen Ständer dafür, die Antenne soll gefälligst alleine stehen.


Man nehme also eine Holzstange und säge sie in sechs 30cm lange Stücke. Jedes davon wird an einer passenden Stelle eingekerbt, so dass sich folgendes Muster daraus legen lässt.


Zur Sicherheit kommt ein Tropfen Klebstoff in jede Kerbe, dann wird das Gebilde mit Zwirn aus dem Nähkästchen fixiert.

Jetzt sind ruhige Finger gefragt! Von einer Rolle Aluminium-Blumendraht werden zwei Stücke in den berechneten Längen für die innere und äußere Schleife abgeschnitten und zu offenen Vierecken gebogen. Die obere Kante der äußeren Schleife wird mit Klebeband direkt an das Trägerkreuz geklebt. Die innere Schleife kann – z.B. an Draht oder Bindfaden – darunter hängen.


Anschließend werden die Schleifen, wie dort gezeigt mit Aderhülsen verbunden.

Jetzt muss das Monster nur noch aufgestellt werden. Dafür plündern wir die Wäscheleine und zersägen sieben Holzklammern …

… kleben drei davon an das Trägerkreuz …

… und die Übrigen an den Ständer.

Drei beliebige Holzstäbe reichen völlig, um die Antenne stabil und höhenverstellbar aufzubauen.

Natürlich lässt sie sich auch zusammen drehen und einpacken. Auf diesem Bild seht ihr einem etwas anderen Anschluss, der sich aber nicht bewährt hat. Bleibt bloß bei Aderhülsen oder Kabelklemmen!

Und was kann das Ding nun? Es eignet sich einigermaßen zum Empfang von Wettersatelliten und anderen wechselnd bzw. zirkular polarisierten Sendern. Einwandfrei eignet es sich, um auf dem Stadtrelais darüber zu reden. Optimal eignet es sich, um im Notfall mit Schrott und Hausmitteln irgendwas Funkendes zu fabrizieren. Ich zähle diese Antenne zu den Schlicht- und Abenteuer-Antennen – und zu den Beweisen, dass Amateurfunk nichts kosten muss, also definitiv nicht kommerziell ist.