Mate mit Feinschliff

Den Mate-Mischungen aus dem letzten Experiment fehlen noch zwei Details: Kohlensäure und erhöhter Koffeingehalt. Die Kohlensäure lässt sich mit klassischem Brausepulver erreichen: Natron und Zitronensäure. Der Koffeingehalt sollte eigentlich mit Guarana erhöht werden, welcher in meiner Gegend leider schwer zu bekommen ist. Darum muss fürs Experiment erstmal Kaffee herhalten, echtes Guarana kommt später mit der nächsten Futtervorratsbestellung. Die Zutatenliste für heute:

Mate, Agavensirup, Natron, Zitronensäurepulver, Instant-Kaffee

Sprudelwach-Kaltgetränk

Der Hobbychemiker und Herdnerd sollte bedenken, dass Kohlensäure sich nur in kalter Flüssigkeit löst. Gießt man etwas Heißes über die Natron-Säure-Mischung, braust sie kurz auf und schmeckt danach wie stilles Waschwasser. Also werden zuerst die heiß löslichen Zutaten gemischt und mit beinahe kochendem Wasser übergossen, nach dem Abkühlen wird der Tee durch ein Sieb auf die Natron-Säure-Mischung gegossen. Da die Brause schnell überschäumen kann, lohnt es sich dabei einen Teller unter das Teeglas zu stellen. Wenn sich der Schaum gelegt hat, ist die Mate komplett.
Das Ergebnis ist – natürlich – dezent sprudeliger Eistee der beim Trinken leise zischt und dekorative Schaumränder bildet. Der zum Überdecken des Säuregeschmack nötige Extra-Agavensirup sorgt auch dafür, dass das Bisschen Kaffee kaum durch schmeckt.

Teemischung Halber Teelöffel Zitronensäure
  1. Den Tassenboden gut fingerdick mit Agavensirup bedecken.
  2. 1-2 Teelöffel Mate und 1 Messerspitze lösliche Kaffeebohnen darauf streuen..
  3. Wasser aufkochen, warten bis es nicht mehr blubbert, Tee aufgießen.
  4. Jeweils einen halben Teelöffel Natron und Zitronensäurepulver ins trockene Glas geben.
  5. Den ca. 10 Minuten gezogenen Tee im Kühlschrank abkühlen lassen, dann schnell durchs Sieb auf das Brausepulver gießen.
Fertige Mate mit Sprudel

Fazit: Das traditionelle Brausepulver aus Natron und Zitrone bewährt sich auch hier, teure Gerätschaften wie Wassersprudler sind also nicht nötig. Wer kein Säurepulver da hat, kann natürlich auch frisch gepressten Zitronensaft (oder Vitamin C, Essig etc.) verwenden. Wichtig ist nur, heiß/kalt und trocken/flüssig so sauber wie möglich zu trennen.