Besser träumen mit Klangkissen

Am Anfang dieser kleinen Recycling-Aktion standen zwei Fragen:

  1. Was mache ich mit meinem ausgedienten Kopfhörer-Rest respektive Akustik-Koppler?
  2. Wie kann ich besser schlafen?

Vor etwa 15 Jahren hatte ich einen Kopfhörer mit flachen Muscheln, der jedoch schnell ausgemustert wurde, weil er auf die Ohren drückte. Als ich später in die PSK31-Funkerei einstieg, grub ich ihn aus, montierte den Bügel ab und band das Mikrophon des Transceivers mit Klettband auf eine der Muscheln. Fertig war der Akustik-Koppler. Mittlerweile verwende ich ein anständiges Datenkabel für Digimodes, so wurden die Kopfhörer-Muscheln erneut ausgemustert

Vor Kurzem wollte ich die dezente Beschallung mit „Weißem Rauschen“ und Naturklängen ausprobieren, um schneller und besser zu schlafen. Allerdings hat mein Schlafzimmer bisher keine Musikmöglichkeit und neue platzfressende Geräte passen nicht so recht hinein. Aber mit Kopfhörern kann man doch erst recht nicht schlafen! Also mal suchen, wie es andere machen … es gibt vielfältige Selbstbau-Anleitungen mit handgenähten Kissen, eingenähten Lautsprechern und überflüssiger Komplexität. Der Markt bietet überteuerte „Hörkissen“ und Schlaf-Kopfhörer an.

Da fiel mir der Kopfhörer-Rest mit den flachen Muscheln wieder ein. Letztere können ausreichende Lautstärken wiedergeben und kuscheln sich quetschzonenfrei unters Kissen. Da dran kommt ein billiger MP3-Player, welcher sich zwischen Matratze und Bettgestell klemmen lässt. Das Kabel wird ebenfalls hinter der Matratze versteckt, fertig ist das Sound-Kissen.

Musikkissen

Bisher mache ich nur positive Erfahrungen mit den Hörermuscheln unterm Kopfkissen: Es ist herrlich, das Gesicht mitten in den Klang kuscheln zu können. Ich bin morgens sofort wach und daher eine Stunde früher im Büro, so dass ich eine Stunde früher Feierabend habe. So gewinne ich durch nächtliche Beschallung täglich eine Stunde mehr Freizeit. Damit hatte ich, ehrlich gesagt, gar nicht gerechnet.

Mit Meeresrauschen oder Regengeprassel unterm Kissen schlafe ich sogar ein, wenn andere Menschen im Raum sind – bisher ein absolutes No-Go. Umso besser, dass das Ding in jedes Reisegepäck passt. Mit dem Klettband, das früher das Mikrophon am Koppler fixierte, lässt sich das Ding zu einem handlichen Päckchen aufrollen.

Klangkissen gefaltet

… und wenn neben mir noch jemand nicht schlafen kann, gebe ich einfach eine Geräuschquelle ab. Gute Nacht!