Fünf Volt aus dem Einmachglas

Ein „Raspberry Pi“ ist als MP3-Player eingerichtet und soll nun an der Solaranlage betrieben werden. An sich kein Problem, liefert das Kraftwerk doch ein Nennspannung von 12V. In der Ramschkiste liegen genug Adapter von 12V auf 5V … nun ja, dort fanden sich nur noch „Steckdosen-Warzen“, bei denen der Konverter in einen Kfz-Stecker fest eingebaut ist. Man kann also nicht einfach den klobigen Stecker abschneiden und durch einen Modellbau-Stecker ersetzen.

Um an den Adapter zu kommen, musste die unbrauchbare Hülle aufgehebelt werden:

Adapter offen
Kfz-USB-Adapter, frisch geöffnet

Die Feder am Pluspol war genauso unbrauchbar wie die Klammer am Minuspol, um den Spannungswandler an die vorhandene Tamiya-Buchse anzuschließen. Also wurden die Anschlüsse erstmal „bereinigt“ und mit Litze-Resten aus der Schrottkiste verlängert.

Neu bedrahtet
Kfz-USB-Adapter, bunt bedrahtet

Nachdem das Ergebnis durchgemessen war und tatsächlich noch stabile 5V lieferte, ging der Ärger los: Beim Versuch,die Plastikhülle wieder zu schließen, verbogen sich LED, USB-Buchse und Platine wie Knetmasse. Als die Buchse sogar halb auseinander fiel, rettete ich sie mit einem USB-Verlängerungskabel, welches von da an bewegungslos drin bleiben muss.

Doch was eignet sich als Gehäuse für so ein chinesisches Gewackel? Hier passte das Universalgehäuse, das ich auch sonst für fast alles verwende: Ein Schraubdeckelglas.

Der offene Adapter passt perfekt in ein handelsübliches Brotaufstrich-Glas:

Schraubdeckelglas
Lecker Spannung!

Sogar der dazugehörige Deckel ließ sich, an einer Seite angesägt, sauber schließen. Die scharfen Sägekanten habe ich mit Klebeband abgedeckt:

Deckel
Glas mit angesägtem Deckel

In Betrieb kann man sehen, ob immer noch alles in Ordnung ist. Die grüne LED erinnert jeden Abend daran, das Monster lieber vom Netz zu nehmen…

In Betrieb
Netzteil in Aktion

Der Raspberry Pi tut brav seinen Dienst:

Raspberry Pi in Gehäuse
Verbraucher im Gehäuse

Und wie viel Watt braucht das jetzt? Der Solar-Laderegler misst knapp 5W, während der Raspi bootet. Wenn nur noch der Music Player Daemon läuft, geht die Leistung auf 1,2 Watt zurück.


Wenig Leistung für wenig Geld

Pünktlich zum Frühling scheint Musik vom Himmel.


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